Komponist für Filmmusik. National und international.

Mein nationaler Standort ist München. Das ist insofern wissenswert und auch wichtig, da es im Raum München einerseits viele Produktionen gibt und zudem Filmförderungen, wie etwa die FFF Bayern, vorschreiben können, wo bestimmte Gewerke ansässig sein müssen.
In der Datenbank des Filmförderungsfonds Bayern bin ich ebenso registriert:

https://www.fff-bayern.de/de/film-commission-bayern/data-bases/production-guide/detail/filmmusik.html

Das Thema ist zwar ein wenig komplex, aber es ist nachvollziehbar, wenn ein Bundesland eine Produktion mitfinanziert, dann auch Mitspracherecht hat, wohin die Budgets fließen und letztlich auch versteuert werden. So kann die FFF vorschreiben, dass der Komponist in München bzw. Bayern steuerlich erfasst und ansässig ist. Das fördert und schützt nicht nur mich als kreativen Dienstleister, sondern verschafft dem Bundesland auch wieder Einnahmen.


Musik zu Film komponieren beinhaltet auch die Arbeit an kurzen, knackigen, aussagekräftigen Themen, die mit der Geschichte im Bild verschmelzen.

Diese Art der „Vertonung“ in Film, TV und Medien ergibt für Laien ohne die richtigen Bilder dazu, wenig Sinn. Wenn sie jedoch fehlt oder das Thema verfehlt wurde, merkt man es sofort.

Wenn ich komponiere, reicht mir oft schon eine Stimmung, Story, ein Auszug oder ein Wort das mich triggert, und ich bekomme eine erste Vorstellung davon wie es klingen könnte.
Tempo, Arrangement und Stimmung müssen perfekt sitzen, da bei Clips, Spots oder einem Opener (Titelmusik) die Zeit sehr begrenzt ist und man das Thema ohne langatmige Intros schnell definieren muss.

Natürlich ist das nicht immer erwünscht, weil Regisseure und Produzenten das exakte Gegenteil, oder besser gesagt einen Kontrast zu dem haben wollen, was bereits der Film vermittelt.
Hier einige Audio-Beispiele in Form von Referenzen, wie sich allein durch den Titel ein Thema relativ kurz definieren lässt:

TO:KI:O – BBC. Diese Titelmusik ist für eine Dokumentation über Tokio. Meine Aufgabe war es, diese gigantische Stadt, die an eine Ameisenkolonie erinnert, musikalisch zu definieren.
Galileo Maintheme – Pro7. Seit 1998 auf Sendung und wohl meine prominenteste Titelmusik im deutschsprachigen Fernsehen. Mittlerweile habe ich die Titelmelodie mehrere Male umarrangiert und der Zeit angepasst, das nennt man ReDesign. Die Melodie und der Sound treffen nicht nur den Inhalt der Sendung, sondern haben sich zu einer akustischen Marke entwickelt, die so unersetzbar geworden ist wie die sympathischen Moderatoren Aiman Abdallah, Stefan Gödde und Funda Vanroy.
The Moon Lullaby – Dieser Track ist ein Auszug aus einer gigantischen Multi Media Show, die ich für meinen Kunden auf Hainan Island (China) komponiert habe. Über 60 Minuten Musik, perfekt choreografiert zur Bühnenshow, auf der größten Meeresbühne der Welt.
Jupiter Awards – CINEMA. Ich lese die Cinema seit den frühen 80ern. Für den Rahmen der jährlichen Jupiter-Preisverleihung, bat mich Cinema einen Opener mit „Hollywood-feel“ für die Eröffnung der Verleihung zu komponieren. Eine Ehrensache!
Fairy Tale Holoport Show – Diese Holoport-Attraktion in einem Vergnügungspark in Indien, erinnert oberflächlich an einen Kinosaal. Hier wird ein 3D-Effekt ohne Zuhilfenahme einer Brille erzeugt, indem man drei Ebenen eines Films (z.B. 1. Hintergrund, 2. Gegenstände und 3. Akteure) auf drei Leinwände, die hintereinander aufgespannt sind, projiziert (Mapping). Dieser musikalische Ausschnitt ist Teil einer Szene aus der Show.
Still dead – Hier wünschte sich der Westdeutsche Rundfunk (WDR) eine Titelmusik zu einer Dokumentation über ein Bestattungsinstitut. Wir wollten es ein wenig verträumt, witzig, aber auch einen Hauch morbide.
Dear Mr. Capote – History Channel. In dieser Reportage geht es über den Schriftsteller Truman Capote. Die Musik sollte in seine 50er Ära passen. Ein wenig jazzig, etwas wirr und trotzdem sehr modern.
Don Luigi – RAI. Die Titelmusik zu einer Dokumentation über die Mafia. Es geht um die Cosa Nostra, deren Familien und Auswirkungen auf Land und Leben.
Family Album – Workflow Pictures und Proxenos sind eine Film- und Werbeagentur und ein langjähriger Kunde. Für ihr Showreel verfolgten wir hier einen entspannten, emotionalen Ansatz, statt der sonst üblichen actiongeladenen Score, die man für Reels sonst verwendet.
Smelling X-Mas – Pro7 ist mein ältester Kunde. Für eine ihrer vielen Weihnachtskampagnen komponierte ich diese verschneite Atmosphere.
Streets of Istanbul – 3Sat. Auf diesem Sender laufen u.a. großartige Dokumentationen und Reportagen über Gott und die Welt. Eine davon inspizierte die Metropole Istanbul am Bosporus. Mit meiner türkischen Herkunft wollte ich hier weder rein klassische türkische, noch europäische Musik. Als ich die ersten Bilder sah, fühlte es sich eher dramatisch und groß an, daher klingt die Musik auch einen Hauch nach Hollywood.
The Melancholy of Death. Ich habe den Arbeitstitel der Musik nicht geändert, obwohl er grob und deplatziert klingt. Auch diese Musik ist Teil einer Multimediashow in Ningbo (Küstenstadt in China). Die Szene zeigt Kinder, die virtuell durch Raum und Zeit fliegen und dabei ziemlich viel Spaß haben.
Wintertainment – Pro7 wünschte sich für ihre weihnachtlichen Trailer eine passende Musik. Groß, emotional und weihnachtlich sollte sie klingen.